Eine Perle
October 12, 2009 at 8:42 am | In news - weird, silly thougths, the usual blah | 1 CommentHier wieder einmal eine journalistische Höchstleistung:
Terroranschläge nicht ausgeschlossen
«Die grössere Gefahr könnten von Rechtsaussen-Gruppierungen in der Schweiz kommen, falls diese ein Volks-Ja zum Minarett-Verbot für weitere fremdenfeindliche Aktionen nutzen.» Dass Islamisten verüben, halt Khan für unwahrscheinlich, aber nicht für ausgeschlossen. (..)
Lieber Schreiberling, du musst wissen, dass es am Montag jeweils sehr riskant ist, solche Sätze zu formulieren. Wenn eine montagsmüde Person den Abschnitt liest und einige Stellen sehr unverständlich findet, kriegt sie es mit der Angst zu tun, zumal sie den Fehler erst mal bei sich selbst, ergo bei ihrem Zustand sucht. Dabei ist es wohl eher notwendig, dass du aufwachst.
Fazit: Wer liest, ist klar im Vorteil. Wer korrigiert, noch sehr viel mehr.
Unsägliche Titel
September 20, 2007 at 6:48 am | In feelings, german only, news - weird, silly thoughts, the usual blah | 1 CommentLiebe Tageszeitungen, es liegt auf der Hand, dass man heutzutage wohl etwas reisserischer sein muss, um im harten Tagesgeschäft die müden Blicke der morgendlichen Leser vorwiegend auf die eigenen Zeilen zu ziehen. Allerdings existieren auch da Grenzen. “Viel Arbeit für die Dignitas” überschreitet diese, auch wenn die Aussage wahrscheinlich seine Richtigkeit hat. Nicht ganz sicher, ob dies an der eigenen Dünnhäutigkeit oder an der eher empfindsamen Tageszeit lag, schreckte ich empört zurück und es beschlich mich das Gefühl, dass man den Bericht auch etwas sensibler hätte formulieren können. Schliesslich geht es um den kalkulierten Freitod, was meiner Meinung nach einer gewisse Intimität verlangt.
Fazit: Man liest nicht weiter, weil man vor lauter Nasenrümpfen nix mehr sieht.
In diesem Sinne einen schönen Tag, mit viel Arbeit.
25 Jahre Smilie!
September 19, 2007 at 1:21 pm | In feelings, german only, news - weird, silly thoughts, the usual blah | Leave a CommentAch, wie entzückend, was man auf diesem schaurig pinken Blog heute entdecken durfte. Unsere besten Freunde, die Smilies, haben ein viertel Jahrhundert auf dem Buckel. Pipifax? Nein, denn wenn man das aus dem soziologischen Aspekt betrachtet, haben die Strich-/Punkt-Kombinationen unser Leben verändert. Früher gab es noch Missverständnisse, wenn man schriftlich miteinander verkehrte, stundenlang musste man darüber rätseln, ob die Aussage des anderen nun böse gemeint war, oder doch nur ironisch, ob das Gegenüber nun amüsiert ist ob den eigenen Geschichten, oder gar gelangweilt. Heutzutage ist das wirklich einfach, man fügt einfach noch das passende Gezwinker oder Gelächter ein und schon hat man das gute Gewissen, dass die Gefühle richtig ankommen.
Die Smilies polarisieren aber auch. Böse Zungen behaupten, die Geburt der kleinen Freunde hätten für immer unser Gespür für Situationen und die Sprache gelöscht. Natürlich muss man sparsam damit umgehen und dabei beachten, dass reine Smilie-Kombos nicht zwingend aussagekräftig sein müssen, und schon gar nicht für Intellekt stehen. Deshalb darf man ruhig auch Verständnis zeigen für jene, die diese Errungenschaft unsexy und daneben finden. Klar, es gibt auch genug Mitmenschen, die sie allerliebsten dann benutzen, wenn sie kritisieren oder sonst unangenehme Nachrichten überbringen müssen, um somit das Gesagte etwas zu relativieren. Das geht natürlich nicht. Schliesslich ist das keine Ersatzsprache. Es ist doch wie bei einem guten Essen: das versalzen wir grundsätzlich nicht. Wer also seiner eigenen Sprache noch einigermassen mächtig ist und fähig, seine Gefühle auszudrücken, darf schliesslich auch mal ein Lächeln anhängen. Oder nicht?
Neulich bei der .ch-Box
September 19, 2007 at 6:50 am | In beloved zoorich, news - weird | 6 CommentsLeider kennt meine Wenigkeit die offizielle Geburtsstunde der neuen Gratiszeitung nur vom Hörensagen. Leicht enttäuscht über den leeren Zeitungsständer, der sich wie durch Zauberhand vor unserer Haustüre breit gemacht hatte, bewegte sich Mariechen also frohen Mutes und im Laufschritt in Richtung Haltestelle, um da die graue Zeitungsbox zu überfallen. Sie machte die Rechnung jedoch ohne die grauen Herren in Schlips und Anzug, die sich ganz barbarisch auf die Exemplare der geheimnisumwobenen Zeitung stürzten. Ganz und gar unschweizerisch, eigentlich, hätte man doch eher erwartet, dass das scheue Züri-Tierchen aus lauter Gewohnheit und Argwohn gegenüber Neuem erst mal zur 20minuten greift. Aus schierer Angst, man könnte mir das Blättchen nach mühsamstem Ergattern aus den Händen reissen, liess ich es also ganz sein und entschied, den morgigen Tag abzuwarten. Man muss ja nicht immer zu den ersten gehören.
Jedenfalls wünsche ich allen .ch-Menschen viel Erfolg bei diesem mutigen Projekt. Auf dass ihr wenig Druckfehler macht.
Fotografiere dich selbst!
August 28, 2007 at 8:36 am | In beloved zoorich, feelings, german only, news - weird, the usual blah | Leave a CommentAh, welch nostalgisches Gefühl empfindet man beim Lesen des Artikels über den Künstler Willi Kraft, der für die Nachwelt einen dieser alten Schwarzweiss-Fotoautomaten gerettet und aufgemöbelt hat. Wer liebte sie nicht, diese Flirt- und Cliquentreffpunkte? Das Austauschen der kleinen Fotos auf dem Pausenplatz und das Ergattern von Götzenbildern des neusten Schwarms? Es ist noch gar nicht so lange her, da durften gewisse Leute in Berlin das Gefühl des Zusammenquetschens vor einer solchen Linse wieder aufleben lassen. Erste Erkenntnis: Es war früher weitaus einfacher, sich zu dritt auf ein solches Foto zu platzieren, ohne dass von einer Person nur noch die Nasenhaare oder die gebleckten Zähne zu sehen waren. Zweite Erkenntnis: Man sieht auf diesen Bildchen für einen Franken, wenn man es dann drauf geschafft hat, einfach nach wie vor am besten aus. Samtene Haut, glänzende Augen und Haare, absolut weisse Zähne und ein Strahlen, das jeden Filmstar dagegen blass aussehen lässt. Dieser Tage, in denen der Verbrecherstatus des Motivs proportional zu Fotoqualität und Preis zuzunehmen scheint, könnte man doch so vereinzelte Kästen an etwas versteckteren Orten stehen lassen, damit man sich, geschockt von der nackten, augenberingten und gefleckten Wahrheit seines Aussehens, zwischendurch einen Egobooster verpassen könnte.
Das Wort des Tages..
August 21, 2007 at 11:11 am | In news - weird, silly thoughts, the usual blah | 2 Comments..gesehen im Tagi:
Karma-Kapitalismus
Unwissend, ob er schon länger existiert, schafft es dieser hübsche Ausdruck für den Puls der heutigen Zeit auf die Rangliste meiner neu erworbenen Lieblingsworte. Er beschreibt treffend das Verhalten unserer Wirtschaft, aus allen Arten von Nöten und Katastrophen Profit zu schlagen, hier eben aus unserem Bedürfnis, uns ohne schleichende Gewissensbisse dem Konsum von trendigen Gütern zu frönen und gleichzeitig was Gutes für die dritte Welt und die Natur zu tun. Diese Bewegung hat sicher seine vorteilhaften Seiten, kann jedoch heuchlerisch wirken, wenn man nebst seines menschenfreundlichen Hemdes den Schrank voller von Kinderhänden hergestellten Kleider vollgestopft hat. Man kann es aber auch von der optimistischen Front her betrachten: Jede Aktion muss im Kleinen anfangen, lieber lässt man einige Franken in wohltätige Organisationen fliessen, was heutzutage viel häufiger möglich ist, als auf ewige Zeiten mit Scheuklappen herumzulaufen.
Danke, Verfasser des Artikels (leider hab ich schon wieder deinen Namen vergessen), für den Gedankenanstoss.
James, Blint?
August 16, 2007 at 7:11 am | In german only, news - weird, silly thoughts | 3 CommentsVielen Dank für den Hinweis, liebe Aena, Ganz frech klau ich das ihnen nun, um es hier in meiner hoffentlich noch entstehenden Serie von eigenartigen News einzureihen.
Der arme James ist blint. Oder auch das Korrektorat von news.ch. Ob sie wohl noch eine Stelle zu vergeben haben?
Nachtrag: Na, jetzt haben sie uns den Spass aber gründlichst verdorben und es korrigiert – der Link allerdings liefert noch immer den Beweis.
Herr Aguilera will uns einfach nicht verlassen
July 31, 2007 at 9:32 am | In news - weird, silly thoughts | 2 CommentsEs ist hochbrisant. Und es steht noch immer so auf news.ch. X-Tina hat offenbar einen heimlichen Bruder. Den hässlichen, verstossenen Zwilling. Der erlitt einen Schwächeanfall während ihres Konzerts, ist es doch auch keine leichte Aufgabe, die heimliche Schwangerschaft der Schwester zu ertragen. Christian Aguilera, von Herzen gute Besserung.
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